Der Mann der die Welt aß

Dieser Mann ist ein Desaster: Verantwortungslos, aggressiv und gierig narzisstisch. Seine Frau und die gemeinsamen Kindern hat er verlassen, Unterhalt zahlt er unregelmäßig. Den kranken Bruder hält er auf Distanz und sein bester Freund taugt allenfalls noch als Punching Ball und billiger Kreditgeber. Sogar den erfolgreichen Job hat er geschmissen, um sich selbstständig zu machen und „endlich frei zu sein“. Dafür zerstört er alles, was in seinem Leben wichtig war. Wie und warum er sich so verhält, darüber spricht er nicht: Ist er depressiv, ist es eine Midlife Crisis, vielleicht ein Burnout? Als sein alleinstehender, dement werdender Vater Hilfe benötigt und er ihn zu sich ziehen lässt, bricht ein Generationenkonflikt auf, der sichtbar macht, wie missverständlich und hilflos diese Vater-Sohn-Beziehung war und ist. Die Gräben zwischen den beiden sind tief und der Abstieg des Sohnes nicht aufzuhalten. Die zurückhaltende Verfilmung des international erfolgreichen Theaterstücks ‚Der Mann der die Welt aß‘ von Nis Momme Stockmann, ist das Portrait eines Mannes in seiner Lebensmitte; auf der Suche nach Identität, im Kampf mit dem eigenen Ego und einer fehlgeleiteten Männlichkeit, der die Vorbilder abhanden gekommen sind. Eine Geschichte über männliche Hybris, verdrängte Gefühle, unbewusste Depressionen und den harten Kampf um Erfolg in einer kapitalistischen Welt, die wenig Raum für Verletzlichkeit lässt.



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Credits

RegieJohannes Suhm
KameraTobias Kaufmann
SchauspielerJohannes Suhm, Hannes Hellmann, Konrad Singer, Maja Schöne, Max Mauff, Michael Goldberg



Regieassistenz Lena Lessing Produktion Barrierifilm, cinebureau Berlin, schaefersphilippen Montage Annika Mayer, Sven Heussner, Stefan Kobe Drehbuch Nis Momme Stockmann Musik DIS FIG, Christian Naujoks, DJ Perel Originalton Dennis Gross Sound Design Adel Abbes Hafsi Mischung Christian Wilmes Grafik und Animation Jon Frickey Kostüm Paulina Czwojdzinska    



Weitere Details

OrginalspracheDeutsch
UntertitelEnglisch
Produktionsjahr2020
Jahr der Einreichung2020
Teilnehmer am WettbewerbJa
Spielzeit80 min




Stills





Dieser Mann ist ein Desaster: Verantwortungslos, aggressiv und gierig narzisstisch. Seine Frau und die gemeinsamen Kindern hat er verlassen, Unterhalt zahlt er unregelmäßig. Den kranken Bruder hält er auf Distanz und sein bester Freund taugt allenfalls noch als Punching Ball und billiger Kreditgeber. Sogar den erfolgreichen Job hat er geschmissen, um sich selbstständig zu machen und „endlich frei zu sein“. Dafür zerstört er alles, was in seinem Leben wichtig war. Wie und warum er sich so verhält, darüber spricht er nicht: Ist er depressiv, ist es eine Midlife Crisis, vielleicht ein Burnout?

Als sein alleinstehender, dement werdender Vater Hilfe benötigt und er ihn zu sich ziehen lässt, bricht ein Generationenkonflikt auf, der sichtbar macht, wie missverständlich und hilflos diese Vater-Sohn-Beziehung war und ist. Die Gräben zwischen den beiden sind tief und der Abstieg des Sohnes nicht aufzuhalten.

Die zurückhaltende Verfilmung des international erfolgreichen Theaterstücks ‚Der Mann der die Welt aß‘ von Nis Momme Stockmann, ist das Portrait eines Mannes in seiner Lebensmitte; auf der Suche nach Identität, im Kampf mit dem eigenen Ego und einer fehlgeleiteten Männlichkeit, der die Vorbilder abhanden gekommen sind. Eine Geschichte über männliche Hybris, verdrängte Gefühle, unbewusste Depressionen und den harten Kampf um Erfolg in einer kapitalistischen Welt, die wenig Raum für Verletzlichkeit lässt.


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