Sommerkrieg

Die beiden zwölfjährigen Protagonisten Jasmin und Jastrip aus Kiew besuchen regelmäßig das Azovez Sommerlager, das gegründet wurde, um eine neue Generation patriotischer Kinder heranzuziehen, die eine neue Ukraine der Zukunft begründen sollen. Die Kinder lernen dort zu kämpfen, zu schießen, Befehle zu befolgen – und zu erteilen. Natürlich bleibt dies nicht ohne Folgen für Jasmin und Jastrip, aber auch für die ganze Gesellschaft. Seit vier Jahren tobt in der Ukraine der militärische Konflikt um die Bezirke Donezk und Luhansk – trotz des vor vielen Jahren ausgehandelten Waffenstillstands. Durch die stetige, öffentliche Auseinandersetzung mit dem Feind, der nationalen Bedrohung und den eigenen Helden ist die bisher friedfertige Nation auf dem Weg, sich zu militarisieren und zu radikalisieren. Deutlich spiegelt sich dies in der Gesellschaft wider, im Wachstum der paramilitärischen Jugendlager des Azov Jugendkorpus. Hier durchlaufen Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren eine militärische Grundausbildung und werden darüber hinaus ultranationalistisch erzogen. Neben Drill, Leibesübungen und Unterricht bietet das Lager Spaß und Spiele. Um diesem Lager und seiner psychologischen Wirkung näher zu kommen, hat das Filmteam zwei junge Protagonist*innen während ihres Aufenthalts begleitet und geht der Frage nach, wie die Kinder ein solches Lager empfinden und wie sich Training, Drill und nationalistische Erziehung auf sie auswirken.




Credits

RegieMoritz Schulz
SchnittWolfgang Purkhauser
KameraChristoph Bockisch



Producer Nils Gustenhofen, Louis Wick Drehbuch Tetiana Trofusha, Moritz Schulz Ton Bela Brandes, Johannes Schelle, Max Schiedler Musik Hannes Bieber Titeldesign Aaron Burkhard Mit Jastrip und Jasmin



Weitere Details

OrginalspracheUkrainisch, Russisch, Deutsch
UntertitelDeutsch, Englisch
Produktionsjahr2019
Teilnehmer am WettbewerbJa
Spielzeit78 min




Stills





Die beiden zwölfjährigen Protagonisten Jasmin und Jastrip aus Kiew besuchen regelmäßig das Azovez Sommerlager, das gegründet wurde, um eine neue Generation patriotischer Kinder heranzuziehen, die eine neue Ukraine der Zukunft begründen sollen. Die Kinder lernen dort zu kämpfen, zu schießen, Befehle zu befolgen – und zu erteilen.

Natürlich bleibt dies nicht ohne Folgen für Jasmin und Jastrip, aber auch für die ganze Gesellschaft.

Seit vier Jahren tobt in der Ukraine der militärische Konflikt um die Bezirke Donezk und Luhansk – trotz des vor vielen Jahren ausgehandelten Waffenstillstands. Durch die stetige, öffentliche Auseinandersetzung mit dem Feind, der nationalen Bedrohung und den eigenen Helden ist die bisher friedfertige Nation auf dem Weg, sich zu militarisieren und zu radikalisieren. Deutlich spiegelt sich dies in der Gesellschaft wider, im Wachstum der paramilitärischen Jugendlager des Azov Jugendkorpus. Hier durchlaufen Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren eine militärische Grundausbildung und werden darüber hinaus ultranationalistisch erzogen. Neben Drill, Leibesübungen und Unterricht bietet das Lager Spaß und Spiele. Um diesem Lager und seiner psychologischen Wirkung näher zu kommen, hat das Filmteam zwei junge Protagonist*innen während ihres Aufenthalts begleitet und geht der Frage nach, wie die Kinder ein solches Lager empfinden und wie sich Training, Drill und nationalistische Erziehung auf sie auswirken.


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