Anaïs kehrt nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder in das alte Ferienhaus ihrer Familie nach Port Blanc zurück. Neben einer kleinen Reisetasche trägt sie auch eine Essstörung mit sich herum. Seit knapp einem Jahr ist diese ihr täglicher Begleiter. Angekommen am Ort ihrer unbeschwerten Kindheit, versucht Anaïs wieder zu sich selbst zu finden und zu dem Gefühl, das sie als Kind hier erleben durfte. Umgeben von Felsen und Wellen fasst sie den Mut, ihrer großen Schwester Louise einen Brief zu schreiben, in dem sie zum ersten Mal von ihrer Bulimie-Erkrankung berichtet. Nachdem Louise den Brief gelesen hat, versucht sie mit ihrer Schwester Kontakt aufzunehmen – jedoch ohne Erfolg. Gefangen in der Spirale ihrer Einsamkeit, glaubt Anaïs, den inneren Kampf allein führen zu müssen. Erst allmählich wird ihr bewusst, dass sie ohne fremde Hilfe in der stürmischen See ihrer Seele zu ertrinken droht.



